Jobs beim Film: Filmkomponist

Kaum ein Film kommt ohne Musik aus. Sie erinnern sich mit Sicherheit an die immer wieder kehrende Melodie in den Filmen „Der weiße Hai“, die bei vielen Menschen auch nachdem Sie diese Tonfolge jahrelang nicht mehr gehört haben, sofort Assoziationen zu diesem Film wecken. Was hier so wunderbar funktioniert hat ist das Ziel eines jeden Filmkomponisten: die Musik weckt erst die gewissen Emotionen, die einen Film erst an den Zuschauer herantragen. Fimkomponisten sind meist freie Musiker und Produzenten, die den Auftrag erhalten, die Musik zu einem Film zu komponieren und aufzunehmen. Der Aufwand dazu ist meist ziemlich hoch, da die Qualität der Aufnahmen stimmen muss. So kommt es häufig vor, dass ganze Orchester für die Aufnahmen der Film-Musik herangezogen werden.

Ursprünglich und zu Beginn der Filmgeschichte wurden Stummfilme von Pianisten begleitet. Zwar spielten diese die Melodien auch vom Blatt mit festen Partituren, die Herausforderung jedoch lag darin, die Spielgeschwindigkeit an den früher von Hand gedrehten Filmprojektor und somit an das Tempo des Films anzupassen. Während der Hochzeiten des Jazz war das gängigste Mittel einen Film musikalisch zu begleiten die Improvisation. Hierbei spielte der Pianist intuitiv und ohne Noten zu dem, was er auf der Leinwand sah – und avancierte somit zum Filmkomponisten. Die frühe Phase des Tonfilms brachte für das Kino-Publikum eine Veränderung: waren die Zuschauer bisher in die Oper gegangen um Musik zu hören, so war nun der Film ein wichtiges Medium, einem breiten Publikum Musik vorzustellen. Nicht wenige der Filmkompositionen von damals wurden zu richtigen Gassenhauern und erreichten einen hohen Bekanntheitsgrad.

Die wichtige Bedeutung der Musik für den Film kann man zum Beispiel daran erkennen, dass ein eigener Oscar für Filmmusik verliehen wird. Bekannte und große Filmkomponisten sind so gut, dass Ihre Musik als das eigentliche Filmereignis empfunden wird – und auch nach Jahren im Zusammenhang mit dem Film noch immer die Melodien im Kopf der Kino-Besucher herumschwirren.

Neben der eigentlichen Filmmusik, also der Musik, die während des Films zu hören ist, wurden auch so genannte Soundtracks immer interessanter. Der wohl berühmteste und erfolgreichste Soundtrack ist der 1994 erschienene Soundtrack zum Film „Titanic“. Hier wurde ein von Filmkomponist James Horner geschriebener Song zum Millionenseller. Celine Dion interpretierte den Song „My heart will go on“, der im Abspann des Films komplett zu hören ist. Eine Überschneidung zwischen Film und Soundtrack schaffte der Filmkomponist, indem er Teile der Melodie des Songs auch immer wieder in der Filmmusik unterbrachte. „My heart will go on“ wurde als Single in vielen Ländern veröffentlicht und schoss von Platz 0 auf 1. Das Album zum Film wurde weltweit über 11 Millionen Mal verkauft. Der Song ist unweigerlich mit dem im Kino sehr erfolgreichen Film verknüpft und transportiert die visuell erzeugten Emotionen perfekt in hörbares. Noch heute assoziieren Millionen von Kino-Zuschauern mit dem Film „Titanic“ den Song „My heart will go on“ von Celine Dion.